Gymnasium Bremervörde

Neues aus meiner AG

Gruppenbild Oktober1So, nun habe ich mal wieder Zeit etwas zu berichten – die erste Etappe (bis zu den Herbstferien) ist geschafft!

Seit September befinden sich 15 SuS in „meiner“ AG. Dort lernen die Kinder, die aktuell aus den Jahrgangsstufen 5-7 kommen, wie Hunde kommunizieren, warum es dadurch so viele Missverständnisse zwischen Hund und Mensch gibt, wie das Lernen für einen Hund abläuft im Vergleich zu Menschen und was dafür beim praktischen Umgang mit Hunden alles berücksichtigt werden muss.

Dazu hat mein Frauchen, Frau Schlichting, neulich ein lustiges Spiel mit den Kindern in der AG gespielt. Nachdem sie mich von einem Platz im Raum aus rufen sollten und ich nur hingegangen bin, wenn sowohl Ton als auch Körpersprache dabei stimmten, haben wir nacheinander zwei Kinder zum „Hund“ bestimmt.

Diese mussten die gleiche Übung ausführen. Es war sehr schwierig für sie, genau zu hören, wer denn nun gerufen hatte und erst zusammen mit der Körperhaltung des Rufers im Vergleich zu den anderen Kindern konnten sie zuordnen, wer es gewesen ist. Auch sagten sie hinterher, dass ein sehr bestimmtes forderndes Rufen nicht sehr einladend auf sie gewirkt hat und dass es anstrengend war, von A nach B nach C etc. zu laufen und dann am richtigen Ort teils doch länger auf die Belohnung zu warten. Daran haben sie aber schnell gelernt, dass es für mich eine hohe Konzentrationsübung ist, all dies korrekt auszuführen und dass ich dann eine sehr schnelle Belohnung benötige, wenn ich es richtig gemacht habe. Ansonsten verliert man sehr schnell die Lust an diesem „Gehorsamsspiel“ – und für uns Hunde ist es ja Alltag, nicht nur ein Spiel.

Ayka SpielIn der letzten Sitzung hat mein Frauchen den Kindern Abbildungen von verschiedenen Hunden in unterschiedlichen Situationen mitgebracht und sie sollten in Gruppen beschreiben, was die dargestellten Hunde gerade ausdrücken. Das haben die Kinder von der Beschreibung her gut gemacht, aber sie konnten den Grund dafür nicht immer benennen. Das haben sie anschließend gelernt, ebenso wie einige Dinge, die man dringend vermeiden sollte, wenn man uns Vierbeiner begrüßt. Denn oft kommen Menschen mit einer Körpersprache auf uns zu, die gut gemeint ist, für uns aber sehr bedrohlich aussieht. Ich selbst kann damit aufgrund meiner Ausbildung viel besser umgehen als andere Hunde, aber die genetisch fixierten Beschwichtigungssignale kann selbst ich dabei nicht ablegen. Nur reagiere ich nicht so schnell gereizt in einer solchen Situation, sondern habe in der Ausbildung gelernt, dass der Mensch aus Sicht der Tiere ein gewisser „Kommunikationslegastheniker“ ist, der über die Jahrhunderte viel vergessen hat von dem, was wir für die Kommunikation untereinander unbedingt benötigen. Deswegen kann ich dabei höflich bleiben und gehe eben einfach weg, wenn es mir zu viel wird. Der Mensch hingegen hat die Sprache erlernt, kann sich in Worten ausdrücken sowie lesen und schreiben. Aber die Urform der Kommunikation – die Körpersprache – ist dabei fast verloren gegangen bzw. wird uns gegenüber falsch eingesetzt.

Mehr dazu erfahrt ihr in meinen nächsten Berichten - ich muss mich eben noch vorbereiten auf meine nächsten Unterrichtsgänge in zwei 5. Klassen bei Frau Schmidt. Dort begleite ich die Kinder in ihrem normalen Unterricht. Bald beginnt das Vorabitur – allen SuS des 12. Jahrgangs viel Erfolg!!!

Pfoten

Eure Ayka

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